Mittwoch, 30. Januar 2013

Zwischen Meer und Lagune







South Padre Island ist eine rund 90 km lange und bloss zwei bis drei Kilometer breite Insel, auf der einen Seite das offene Meer des Golf von Mexico mit Sandstränden, an denen saisonal auch Meeresschildkröten zur Eiablage aufkreuzen. Auf der andern Seite eine sehr flache salzige Laguna mit reichen Fischbeständen, vielen Vögeln und sogar Aligatoren im Sumpfgebiet. Wir haben die Strasse abgefahren bis zu dem Punkt wo der Asphalt definitiv zur Sandpiste übergeht, und das ist schon wenige Meilen nördlich der Stadtgrenze der Fall.

Dienstag, 29. Januar 2013

Campingluxus



Wir geniessen den Luxus des legendären Airstream-Wohnwagens. Erstaunlich wie komfortabel es sich in der glänzenden Aluröhre, deren Konzept auf die 1930er-Jahre zurückgeht, logieren lässt: gutes Raumkonzept, HERVORRAGENDE Temperaturisolation, verglichen mit herkömmlichen europäischen Kunststoffkonstruktionen, und eine richtig luxuriöse Innenausstattung. Ein echt amerikanisches Barbecue aus dem Texas Jack und ein süffiger Sundowner runden die Campingidylle ab.

Samstag, 26. Januar 2013

Bye bye Mexico!






Das war nun wirklich ein etwas gar schneller Abgang aus Mexico. Nicht nur dass uns die (kostenpflichtigen) hervorragend ausgebauten Autobahnen viel schneller vorwärts gebracht haben als die zum Teil desolaten Carreteras libres, auch ein ganz spezieller Hotel-Mangel hat dazu beigetragen: Von Ciudad Victoria weg sind sämtliche einigermassen guten Hotels von Militär und Staatspolizei besetzt, welche von dort aus den Krieg gegen die Drogenmafia führen. Mit etwas Glück fanden wir von gestern auf heute ein Zimmer in einem Motel, das der Policia Federal als Stützpunkt und Checkpoint dient. Schade, Mexico und seine Leute sind wirklich eine Reise wert, aber ganz sicher nicht mit Cruiser-Motorrädern wie unseren. Der Grenzübertritt von Matamoros nach Brownsville (Texas/USA) ging trotz einiger Orientierungsprobleme und dem Auspacken unserer gesamten Ausrüstung einigermassen speditiv von statten. So erreichten wir noch schön bei nachmittäglicher Sonne South Padre Island, wo wir für die nächsten Tage auf dem KOA Campingplatz einen der legendären Airstream-Wohnwagen gemietet haben.

Mittwoch, 23. Januar 2013

San Luis Potosì (ohne Regenschirm!)





















Der Regenschirm blieb definitiv zu Hause für unseren Besuch in der historischen Altstadt von San Luis Potosì. Dafür Sonne pur bei eher verhaltenen Temperaturen und herrliches Licht zum Fotografieren. Hoffentlich bleibt es auch morgen so, wenn wir über 300 Kilometer nach Ciudad Victoria auf dem Programm haben.

Montag, 21. Januar 2013

On the road again!

Mit frisch revidierten Bikes sind wir zügig nordostwärts unterwegs durch die mexikanische Hochebene, wo es auf 2500 Meter zum Teil ganz schön frisch wird und wir den Highway zumeist nur mit gigantischen Lastenzügen teilen müssen. Eben sind wir vor San Luis Potosì eingetroffen. Hier werden wir morgen, falls die Wetterprognosen zutreffen, wohl einen regenbedingten Pausentag einlegen und einen Stadtbummel (mit Schirm) unternehmen.

Samstag, 19. Januar 2013

An Guadalajaras Goldküste






Um die Wartezeit während der Reparatur unserer Bikes möglichst angenehm zu gestalten, haben wir die Einladung einer Bekannten von Bekannten angenommen, in ihrer Villa hoch über dem Lake Chapala zu logieren. Das ist für die 40 Kilometer entfernte Millionenstadt Guadalajara etwa das, was für Zürich die Goldküste ist. Wir erkundeten die malerischen Städtchen Ajijic und Chapala, bevor wir heute Mittag bei der Harley-Davidson-Vertretung in Guadalajara unsere Bikes top repariert und gewartet wieder abholen konnten. Hoffentlich halten sie jetzt für den Rest der Reise! Der vermeintlich leckende Bremsschlauch an Irmas V-Rod war übrigens völlig intakt. Das Öl kam aus einem leckenden Stossdämpfer an der Vordergabel.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Hilfe in Sicht

Wir sind wieder unterwegs, aber wie! Während der gestrigen Fahrt über eine gebirgige Passstrasse nach Mascota und dann weiter ins echt mexikanische Städtchen Ameca hat sich an Irmas Harley ein weiteres Problem ergeben: Riss in der Bremsleitung vorne links. Fahrerin und Töff sehen aus wie Ölsardinen, gebremst werden darf ab sofort nur noch mit der hinteren Bremse. Doch nun ist Hilfe in Sicht: Heute morgen 10.30 Uhr haben wir die Harley-Vertretung in Guadalajara erreicht. Es darf geschraubt werden!!

Sonntag, 13. Januar 2013

Stadtbummel




Bevor wir am nächsten Dienstag unsere Ferien von den Ferien beenden, wollten wir heute doch noch einen Stadtbummel im 15 km entfernten Puerto Vallarta unternehmen. Den Abschluss des Tages krönten ein sensationeller Sonnenuntergang und ein herrliches Fischmahl.

Mittwoch, 9. Januar 2013

Showtime








Wie früher schon kurz erwähnt, geniessen wir unsere Ferien von den Ferien in einer berühmten Bucht. 1964 drehte Regisseur John Huston hier den Film "The Night of the Iguana" (Die Nacht des Leguan) mit Schauspielgrössen wie Richard Burton, Ava Gardner und Deborah Kerr. Noch immer sind ein paar verfallene Ruinen der extra für diesen Film erbauten Hotel-Kulissen erhalten und heute fest in der Hand von Pelikanen und Leguanen. Nicht zuletzt diese Filmgeschichte hat der Bucht aber bis heute einen Touristenboom beschert.



Sonntag, 6. Januar 2013

Wir basteln...


Nachdem wir das Überhitzungsproblem an Irmas Harley endlich erkannt haben – der Elektroventilator schaltet nicht mehr zu, einmal mehr also die Elektrik!! – haben wir ein einfaches Rezept gefunden, um nach unserem Aufenthalt am Meer doch noch auf eigener Achse zur Harley-Werkstätte nach Guadalajara zu gelangen. Man nehme einen Kippschalter, rund einen Meter Elektrokabel sowie zwei Paar Flachstecker und stöpsle das ganze anstelle des Ventilator-Relais im Sicherungskasten ein. Der Kippschalter wird mit Kabelbinder griffgünstig am Rahmenrohr befestigt, und nun kann Irma den Ventilator manuell zuschalten, sobald  Stop-and Go- oder Bergfahrt angesagt sind. Morgen machen wir mal eine Probefahrt.

Samstag, 5. Januar 2013

Die Würfel sind gefallen




















Die Sonne ist zurück und wir haben uns entschieden,  unsern Aufenthalt in diesem Paradies hier (für ca. 40 Franken pro Tag) bis zum 15. Januar zu verlängern. Der Strassenzustand, insbesondere die allgegenwärtigen, zum Teil extrem ausgelegten Bremsschwellen (sog. Topes) gestalten das Motorradfahren hierzulande eher mühsam. Deshalb geniessen wir lieber tropisches Klima, Strand, Pool und Jacuzzi noch eine Woche länger, um dann nach einer grösseren Überholung unserer Bikes beim Harley-Händler in Guadalajara gradlinig in die USA zurückzukehren. Die Maya-Ruinen und Strände ganz im Süden von Mexico werden wir dann ein anderes Mal im Rahmen einer Reise durch Mittelamerika mit einem Offroad-Fahrzeug erkunden.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Zu Hause!


Weil es mittlerweile schon zwei Tage regnet beschränken sich unsere Aktivitäten auf einen Spaziergang ins urtümliche,  von der Hauptstrasse etwas zurückversetzte Dörfchen und auf den Genuss unserer Ferienwohnung, wo wir uns so zu Hause fühlen, dass wir darüber nachdenken, unseren Aufenthalt hier etwas zu verlängern, umsomehr wir unsere geplante Route wahrscheinlich definitiv abkürzen müssen. Der Loop in Mexicos Süden zu den Tempeln der Maya und zu den Stränden von Cancun würde uns nochmals 5000 Kilometer bescheren. Zu viel angesichts der verbleibenden Zeit. Also lieber hier das Paradies noch etwas geniessen. Irgendwann soll ja auch die Sonne wieder zum Vorschein kommen.